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EGON SCHIELE ART CENTRUM ČESKÝ KRUMLOV
Široká 71, 381 01 Český Krumlov  |  tel: +420 380 704 011  |  fax: +420 380 711 191
geöffnet: Die - Son 1000 - 1800 Uhr.  | Eintrittspreise
Kontakt: office@schieleartcentrum.cz

Vorschau 

Für 2018 bereiten wir mehrere Einzelausstellungen unter dem Titel FRAUEN SCHAUN vor:

 

V, obr: 1498
ANNA MACKOVÁ (1887 - 1969)
Die Ausstellung zeigt vor allem das grafische Werk sowie die Lebensgeschichte von Anna Macková, beides charakteristisch für die Schicksale von Frauen/Künstlerinnen in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. A.M. stammt aus einer wohlhabenden Familie – Gutsherren in Studeňany. Ganz unüblich für ein Mädchen ihrer Zeit erkämpfte sie sich die Möglichkeit zum Studium der Malerei (1909-1911 /Porträt, Stillleben und Landschaft an der Prager Schule von Karl Reisner) und später Grafik bei František Horký. 1918 lernte sie den schicksalhaften Mann, Josef Váchal, kennen; sie reisten zusammen, inspirierten einander gegenseitig und dachten sich neue Zugänge zum Farbholzschnitt aus. Den heute deutlich bekannteren Josef Váchal unterstützte sie mit einer wesentlichen Finanzhilfe. Dass der Bauernhof der Familie Anna Mackovás in Studenany, wo sie während des 2. Weltkrieges wohnten, ab 1948 nach und nach konfisziert wird, trifft die beiden auch gesundheitlich schwer. 
   

 

 V, obr: 1500
MARIE BLABOLILOVÁ (*1948)
Trotz spezifischem Minimalismus erweckt das Werk von Marie Blabolilová starke Emotionen; in einfachster Weise kann die Malerin und Grafikerin die Zeit „beschreiben“, egal, ob es um die 60er Jahre oder die Gegenwart geht. Ihre umfangreiche Retrospektive zeigt Grafiken, Zeichnungen und Malereien, deren Schwerpunkt auf den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts liegt. Ein Teil der Installation werden u. a. auch Möbel dieser Zeit, Linoleum, Glas sein – sie dienten als Inspirationsquelle, aber auch als Material zum Schaffen.
   

 

V, obr: 1504
EVA IŠKOVÁ PROKOPCOVÁ (*1948)
Die expressive Malerei des südböhmischen Solitärs Eva Prokopcová konnten zigtausende Besucher und Besucherinnen unseres Hauses bereits vor zehn Jahren sehen. Die in Vorbereitung befindliche Ausstellung für 2018 zeichnet sich dadurch aus, dass die Künstlerin durch ihre Bilder in die schweren Schicksale der Familie blicken lässt, die nach 1948 für immer getrennt wurde: die Eltern entschieden sich, mit dem Neugeborenen zu emigrieren; das Baby bekam Fieber, was dazu führte, dass die Mutter mit dem Kind in der Tschechoslowakei geblieben und nur der Vater über den Böhmerwald geflohen ist. Die Familie hat sich nie mehr getroffen.
   

 

 V, obr: 1503
MAGDALÉNA RAJNIŠOVÁ (*1958)
Die Malerin kehrte nach längeren Auslandsaufenthalten (Schweiz, Frankreich, Irland, Neu Mexiko, Italien, Israel u. a.) in ihr Geburtshaus nach Kladno zurück. Ihr nicht immer einfacher Lebensweg hat sich auf ihren Bildern „verstofflicht“, auf denen das „Gedächtnis der Orte“, wo sie lebte, die grundsätzliche Rolle spielt. Ihre Themen sind: Wüste und Licht, aber auch biblische Motive. Bedeutend ist auch ihre Arbeit fürs Theater (Theater der Gebrüder Forman, Theater 58 in Zürich, Theater Chaos in Neu Mexiko) sowie die Zusammenarbeit mit Archäologen in Israel.
   
V, obr: 1512
KATEŘINA ŠEDÁ (*1977)
Das neue Projekt der interessanten und erfolgreichen tschechischen Künstlerin ist zwar sehr unüblich, aber witzig, und reagiert auf ein bemerkenswertes, weltweites Phänomen der letzter Zeit – die Überfüllung und gleichzeitige Leere ausgewählter touristischer Zentren weltweit, oft historische und architektonische Juwele, eingetragen in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes, durch welche Hunderttausende und sogar Millionen Touristen strömen, die diese Plätze stufenweise von der normale Stadt-/Landinfrastruktur und zuletzt auch von den ursprünglichen Bewohnern „befreien“.
   

 

 V, obr: 1502
TOYBOX
Die Künstlerin ist vor allem durch ihre Street Art Projekte sowie durch ihre Kooperation mit sozial Ausgeschlossenen und mit Roma-Kindern bekannt; sie wird auch als Illustratorin geschätzt. Vor Ort wird sie eine Arbeit vorstellen, die sich mit dem Phänomen Český Krumlov auseinandersetzt, aber auch mit ihren langfristigen Bemühungen, den Menschen zu helfen, gleichermaßen den Tieren (sie ist engagierte Tierschützerin), aber auch mit ihrer neuen Rolle als Mutter von Zwillingen.
    


Treffen mit der Schriftstellerin Alena Mornštajnová
Im Rahmen des Ausstellungsprojektes FRAUEN SCHAUN bereiten wir für Mai 2018 ein Treffen mit der Schriftstellerin Alena Mornštajnová, Autorin der Bücher Blinde Landkarte, Hotelchen und Hana, vor.

Internationales Symposium VISEGRAD und ÖSTERREICH: 10 ausgewählten Künstlerinnen aus der Tschechischen Republik, aus der Slowakei, Ungarn Polen und Österreich bieten wir in unseren Ateliers in Krumau die Möglichkeit zu einer schöpferischen Auseinandersetzung mit dem Thema Wie sehen Frauen das letzte Jahrhundert. Für die Auswahl der Künstlerinnen ist die Qualität ihrer Arbeit, aber auch die Lebenserfahrung entscheidend. Für den Arbeitsaufenthalt bieten wir ein Stipendium. Die Ergebnisse werden Ende 2018 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Zum 100. Todestag von Egon Schiele bereiten wir u. a. vor: 2018 sind 100 Jahre seit dem frühen Tod von Egon Schiele vergangen (12.6.1890-31.10.1918). Anlässlich des Gedenkjahres publizieren wir Skizze von zwei Mädchen (mit dt. und engl. Übersetzung), eine Erzählung des bedeutenden südböhmischen Schriftstellers Jiří Hájíček (geb. 1967); diese Geschichte spielt in Krumau zwischen 1910 und 1918.

 

Ikuko Miyazaki (*1954)
Die japanische Künstlerin aus Okayama traf im November 1995 zum ersten Mal auf das Werk von Egon Schiele, was sie nachhaltig beeindruckte. Es folgte eine intensive Auseinandersetzung mit Schieles Leben und Werk, woraus sich bald ihr künstlerisches Schaffen – inspirierte durch dieses berühmte Werk – entwickelte: zuerst begann die Künstlerin, Schieles Selbstporträts in dreidimensionale Objekte zu übertragen, und schrittweise belebte sie auch Schieles Figuren – vor allem Frauen, die der Künstler vor mehr als 100 Jahren gezeichnet und gemalt hat. Objekte verschiedener Größe und unterschiedlich stark geprägt, werden nächstes Jahr nicht nur an Schieles frühen Tod erinnern, sondern vor allem an die Inspirationskraft seines Werkes, die auch nach 100 Jahren immer noch Künstler aus aller Welt beeinflusst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vytištěno z webové prezentace Egon Schiele Art Centra Český Krumlov
URL stránky: www.schieleartcentrum.cz/de/vorschau/46/














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